Samstag, 25. September 2010

Bienne: Kneubühl

In Biel war wieder Ruhe. Endlich hatte man Zeit, die aufregenden Tage bis zur Verhaftung von Peter Hans Kneubühl zu verarbeiten. Ein Spassvogel wollte Superhund Faro als Nachfolger von Stadtpräsident Stöckli portieren, ein anderer forderte ein Denkmal für den Köter im Stadtzentrum.

Bemerkenswerter fand ich die offenbar wahre Geschichte, die ein alter Bekannter erzählte. Dessen Mutter wohnt im Lindenquartier, unmittelbar neben dem Haus des Amokläufers. Am Tag zwei des Dramas bezogen schwer bewaffnete Elitepolizisten in ihrem Garten Stellung, den Finger stets am Abzug. Die gute Frau machte den Jungs ab und zu Kaffee und hielt sich ansonsten im Hintergrund.

Am Tag drei fehlte von Kneubühl weiterhin jede Spur. Die Mutter des Bekannten allerdings bekam einen klaren Befehl. Die drei Hanfpflanzen dort hinten im Beet, sagte ein Schwerbewaffneter, die müssen Sie ausreissen. Sofort.

Fabian Sommer

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